Gloster Meteor T Mk. 7.5 "Large Tail Trainer"

special hobby (MPM production s.r.o.) SH72317 Spritzguss mit Resinteilen - 1/72

Vorbild: Die Gloster Metor T Mk. 7 war ein auf der Mk. 4 basierender zweisitziger Trainer. Als erstes wurde eine beschädigte Vorführmaschine zum Doppelsitzer umgebaut und diese hatte dann ihren zweiten Erstflug am 19. März 1948. Die Anregung kam durch einen Auftrag von Argentinien. Die wollten 100 Maschinen kaufen und benötigten auch die Ausbildung. So entwickelte Gloster lieber noch ein doppelsitziges Schulflugzeug.



Auch die RAF hatte die Notwendigkeit eines Schulflugzeugs erkannt und so gab es eine Ausschreibung dafür. So flog die erste neu produzierte Meteor T Mk. 7 am 26. Oktober 1948. Frühe T Mk. 7 wurden vom Derwent V-Triebwerk angetrieben. Später folgten die Derwent 8 und auch ein neues Leitwerk der Mk. 8. Immerhin wurden 654 Gloster Meteor T Mk. 7 gebaut. Davon wurde 147 Stück exportiert.

Bausatz: Anfang 2011 erschien unter dem Label MPM der Bausatz der Gloster Meteor T Mk. 7 in 1/72. Nun gibt es die sogenannte T Mk. 7.5. Es ist ja die T Mk. 7 mit spätem Leitwerk. In dem attraktiven Stülpkarton befinden sich gut verpackt drei hellgraue Spritzlinge mit 80 Teilen, zwei Klarsichtrahmen mit neun Teilen, sechs Resinteile, ein Decalbogen, schwarze Masken und die mehrfarbige Bau- und Bemalungsanleitung. Ein paar Teile wandern in die Restekiste.



Aufgrund des Variantenreichtums hat die MPM/special hobby Meteor nach wie vor eine Daseinsberechtigung. So gibt es hier einen gut gemachten Short-Run-Kit mit feinen versenkten Strukturen und z.T. etwas klobige Details. In dieser T Mk. 7.5 gibt es im Cockpit eine solide Grundausstattung. Auf jeden Fall sollte man noch paar Sitzgurte hinzufügen. Die strukturierten Instrumentenbretter müssen bemalt werden. Bevor der Rumpf zusammengefügt werden kann, muss man jeweils am Bug und Heck die Säge ansetzen. Hier werden dann das neue große Heck angesetzt und bei der VW411 gibt auch einen neuen Bug.



Die Triebwerke werden recht gut dargestellt. Es sind hier nur einige Teile zusammenzufügenů Wer die Zusatztanks anbauen möchte, der sollte auch die Bohrungen in der Tragfläche nicht vergessen. Das Fahrwerk ist formal gut reproduziert. Für die einteilige Kanzel gibt es schwarze Masken.

Die Farbangaben sind für das System von Gunze. Gut gemacht sind die mehrfarbigen Bemalungsanleitungen. Der große Decalbogen ist tadellos auf hellblauem Trägerpapier gedruckt.



Bemalungen:

Fazit: Ein gut gemachter Short-Run-Kit in 1/72 der Gloster Meteor T Mk. 7.5 für den fortgeschrittenen Modellbauer und nur für diesen zu empfehlen.

Erhältlich ist dieser Bausatz für Händler u.a. bei Glow2B (zu erreichen über mail@glow2b.de). Für Privatkunden ist das Modell im örtlichen Modellbaufachgeschäft erhältlich.

Literatur:

Gloster Meteor, Warpaint Series No. 22, Tony Buttler, Hall Park Publishing
Meteor in action, Aircraft Number 152, Glenn Ashley, squadron/signal publications 1995, ISBN 0-89747-332-9
Gloster Meteor - Britain's Celebrated First-Generation Jet, Phil Butler + Tony Buttler, AeroFax - Midland Publishing 2006, ISBN 1-85780-230-6
The Gloster & AW Meteor, Richard J. Caruana + Richard A. Franks, SAM Publications 2004

Volker Helms, Godern (April 2015)