PZL. 23B Karas

IBG MODELS 72502 Spritzguss mit Fotoätzteilen - 1/72

Vorbild: Die PZL. 23 Karas entstand ab 1931 aufgrund einer Anforderung des polnischen Generalstabs als einmotoriger Tiefdecker mit starrem Fahrwerk. Der erste Prototyp PZL. 23/I flog am 01. April 1934. Nach der Erprobung wurde der zweite Prototyp erheblich umkonstruiert. Allerdings stürzte dieser im Juli 1935 ab. Die Flugerprobung musst mit dem dritten Prototypen PZL. 23/III fortgesetzt werden. Danach bestellte das Militär 200 Exemplare der PZL. 23A. Allerding wurden nur 40 Stück dieser Variante gebaut, denn die Flugleistungen waren ungenügend. Daher wurden sie nur zur Schulung eingesetzt.



>

Schon 1936 brachte PZL die 23B mit dem leistungsstärkeren Sternmotor Bristol Pegasus VIII heraus. Gleichzeitig hatte man das Cockpit überarbeitet und einige Modifizierungen an der Zelle vorgenommen. So wurde die restliche Bestellung auf diese Version umgestellt. Später wurden noch mal 50 weitere Exemplare als Reserve nachbestellt. Von den 224 im Bestand der polnischen Luftwaffe befindlichen PZL. 23 waren 114 bei Einsatzverbändern. 21 verbliebende Exemplare evakuierten nach Rumänien. 19 davon flogen im Bestand der rumänischen Luftwaffe.

>

Bausatz: Lange Zeit gab es in 1/72 nur den Heller-Bausatz der PZL. 23B. So war ein zeitgemäßer Bausatz längst schon überfällig. IBG bearbeitet das Thema sehr ausführlich und so gibt es für jede Modifikation einen separaten Bausatz. Hier geht es um die späte Ausführung. In dem attraktiven praktischen Stülpkarton befinden sich gut verpackt sieben hellgraue Spritzrahmen mit 51 Einzelteilen, ein Klarsichtrahmen mit zwölf Teilen, ein kleiner Fotoätzteilbogen, ein Decalbogen und die Bau- und Bemalungsanleitung.

>

Die Bauteile sind voll auf der Höhe der Zeit. Es gibt schöne feine versenkte Strukturen. Einige Kleinteile sind als Fotoätzteil nachgebildet. Allerdings hätte man hier auch die Sitzgurte mit unterbringen könnenů Der Bau beginnt mit dem Cockpit. Hier gibt es eine sehr detaillierte Inneneinrichtung und die inneren Seitenwände sind schön strukturiert. Man vermisst halt wirklich nur die passenden Sitzgurte. Für das Instrumentenbrett gibt es ein passendes Decal.

>

Die Tragfläche entsteht aus drei Teilen. Darauf wird dann der komplettierte Rumpf geklebt. Leider gibt es hier keine scharfen Hinterkanten. Diese findet man allerdings bei Seiten- und Höhenruder.

Beim Zusammenbau des Fahrwerks muss man sich für die passende Bemalung entscheiden. So kann man das Hauptfahrwerk mit oder ohne Verkleidung bauen. Gleichwohl sollte man auf den Landescheinwerfer achten. Dieser macht den Unterschied in den Baulosen aus. Die Motorhaube ist sehr komplex und trotzdem ist der Motor gut getroffen und detailliert. Wer will der kann seine Karas noch mit den typischen polnischen Bomben versehen.



Die mehrfarbigen Bemalungshinweise sind groß genug um die Plätze für die Decals gut zu finden. Diese sind tadellos auf hellblauem Trägerpapier gedruckt. Bei den Farbhinweise bezieht sich IBG auf die Systeme von Vallejo, Hataka, LifeColor, Mr. Hobby und AK Interactive.



Bemalungen:

Fazit: IBG liefert hier einen sehr zeitgemäßen Bausatz der PZL. 23B Karas in 1/72. Sicherlich ist das kein Bausatz für Einsteiger aber für alle anderen sehr empfehlenswert.

Erhältlich ist dieser Bausatz bei IBG MODELS .

Literatur:

PZL.23 Karas PZL.42/PZL.43 PZL.46 Sum
Polish Wings 17
Tomasz J. Kopanski
STRATUS 2013
ISBN 978-83-63678-09-8.
PZL.23 Karas
Orange Series
Tomasz J. Kopanski
Mushrooom Publishing 2004
ISBN 83-89450-03-8.

Volker Helms, Godern (März 2018)