Suchoi Su-7 BKL/BMK

eduard 1148 – limited Edition – 1/48

Historisches: Bei der Suchoi Su-7 (NATO-Codename: "Fitter") handelt es sich um ein einsitziges sowjetisches Kampfflugzeug, das vor allem zum Angriff auf Bodenziele eingesetzt wurde.

Die Entwicklung der Su-7, die ursprünglich als Abfangjäger geplant war, begann um 1950. 1955 flog der erste Prototyp mit dem Namen S-1 Strelka (für Pfeilflügel) mit Pilot A.Kotschetkow. Während des Testprogramms konnte eine Geschwindigkeit von 2170 km/h erreicht werden. Im Juli 1956 wurde die Su-7 bei der alljährlichen Luftparade von Tuschino erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.



Der Prototyp S-2 wurde als S-22 1958 in kleiner Stückzahl gebaut und an die sowjetischen Streitkräfte geliefert. Sie war die Vorserie der Jagdbomberversion Su-7B. Die Su-7B ist die Umwandlung des Abfangjägers zum Jagdbomber und wurde zum taktischen Standard-Jagdbombenflugzeug der sowjetischen Luftstreitkräfte. Gebaut von 1958 bis 1976 wurde die Su-7B ständig verbessert, Nachfolgemuster wurde der Schwenkflügel-Jagdbomber Su-17.

Hauptversionen waren weiterhin die Su-7BKL mit verstärktem Fahrwerk für den Einsatz auf unbefestigten Pisten und als meistproduzierte Ausführung die Su-7BM mit stärkerem AL-7F-1 Triebwerk, zwei zusätzlichen Außenlastträgern unter den Flügeln, verbessertem Schleudersitz und leistungsstärkerem "Sirena 3"-Radarwarngerät. Für Schulungsaufgaben entstanden 1966 die zweisitzigen Varianten Su-7U und Su-7UM.

Die als Mitteldecker ausgelegte Su-7 verfügt über jeweils eine 30-Millimeter-Kanone NR-30 mit je 70 Schuss an den beiden Flügelansätzen und kann an zwei bis vier Unterflügel-Außenlaststationen Bomben, Raketen oder Raketenbehälter sowie an zwei Rumpfstationen Kraftstoffzusatzbehälter mit einem Gesamtgewicht von bis zu 4000 Kilogramm tragen. Die V-förmigen Flügel mit 62° Vorderkantenpfeilung sitzen leicht unter der Mittellinie des Flugzeug-Hauptkörpers, in dem das Triebwerk untergebracht ist.

Nutzerländer der Su-7 waren Afghanistan, Ägypten, Algerien, Indien, Irak, der Jemen, Nord Korea, Polen, Syrien, Tschechoslowakei, UdSSR und Vietnam.
Quelle: Wiki: Suchoi Su-7)



Der Bausatz Eduard überraschte im neuen Katalog mit der Ankündigung, die 1/48er Bausätze von OEZ bzw. kopro als Limited Edition wieder aufzulegen. Wie schon bei den Wiederauflagen der Airfix/Heller Bausätze werden diese durch neue Abziehbilder, Masken, Fotoätzteile und auch Resinteile ergänzt. Das Paket stellt so eine erhebliche Verbesserung des Grundbausatzes dar, was sich natürlich auch im Preis ausdrückt.

Der erste dieser OEZ Bausätze ist die Suchoj Su-7 in den Versionen BKL bzw. BMK. Die BMK war eine abgespeckte Exportversion der BM. Neben den Eduard-typischen Ätzteilen liegt auch ein Resinsitz der neuen Brassin Produktlinie bei, nach meiner Meinung einer der wichtigsten Ergänzungspunkte bei den meisten Jetmodellen.



Bei den Plastikteilen, lässt sich das Alter des Werkzeugs natürlich nicht leugnen. Die die Gravuren entsprechen nicht dem heutigen Topniveau. Aber sie sind versenkt ausgeführt und die Abmessungen des Originals sind gut getroffen. Die Oberfläche hatte ich von den bisherigen Editionen als rauer/unebener in Erinnerung, da ich aber keinen älteren Bausatz vorliegen habe, kann ich mich da auch täuschen. Jedenfalls ist die Bausatzoberfläche in der Eduard-Edition ziemlich glatt. Allerdings gibt es bei meinem Exemplar einige leichte Einsinkungen (z.B. am Heck) und auch ein paar Flussmarken (vor dem Cockpit) das kann aber den insgesamt positiven Eindruck dieser Edition nicht schmälern! Die Klarteile sind vergleichsweise dick, verzerren aber nur wenig. Mal sehen wie es nach einem Bad in Future/Klear aussieht.

Bei den Bemalungsvarianten hat sich Eduard für 5 getarnte Maschinen entschieden. Zwei tschechische und je eine in Diensten der Sowjetunion, Irak, Indiens und Ägyptens. Alles in allem sehr bunte Maschinen mit vielen interessanten Tarnschemata. Mich persönlich spricht die ägyptische mit Nil-Schema am meisten an. Die Decals sind wieder bei Cartograf hergestellt und von sehr guter Qualität!

Fazit: Eine willkommene Wiederauflage mit Eduard-Faktor. Sicher wird der Preis einige abschrecken, das Paket ist jedoch sein Geld wert. Einzig ein paar neue Resin-Räder vermisse ich noch. Sehr Empfehlenswert!

Steffen Arndt. Ettlingen (März 2010)